ZHAW Winterthur

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2025 | Winterthur, Schweiz

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Architekturkonzept: Industriegeschichte trifft auf vertikalen Campus

Der Neubau des Departements Gesundheit der ZHAW auf dem Winterthurer Sulzer-Areal ersetzt die ehemalige Halle 52. Das Bauwerk von pool Architekten besetzt die historische Struktur nach dem Prinzip der Großform und vermittelt zwischen der monumentalen Maßstäblichkeit der umliegenden gelben Backsteinfassaden und den funktionalen Anforderungen einer modernen Hochschule für rund 2.300 Studierende und Mitarbeitende.

Da das Gebäude am Katharina-Sulzer-Platz über keinen eigenen Außenraum verfügt, übernimmt das zentrale Atrium die Funktion des öffentlichen Raums. Ein Ring aus umlaufenden Galerien fasst den Innenhof ein. In das Atrium sind Hörsäle und Praxisräume versetzt gestapelt – dadurch entstehen geschossweise Terrassen und Plätze als Foyer-, Lern- and Begegnungszonen.

Die Materialisierung basiert auf einem klaren, Industrie-assoziierten Kanon: Tragstrukturen in Sichtbeton, aussteifende und nichttragende Wände in gelbem Kalksandstein sowie großflächige Verglasungen.

Materialentscheidung & Raumwirkung: Abstrakte Farbkomposition im Atrium

Bei der Wahl der Bodenbeläge stand neben der Abriebfestigkeit die visuelle Zonierung im Fokus. Beim Blick von unten nach oben dominiert die Dreidimensionalität des Sichtbetons. In der Gegenperspektive – von den oberen Galerien hinab in den Hof – fügen sich die erdfarbenen Böden der einzelnen Geschosse zu einer abstrakten, mehrschichtigen Farbkomposition zusammen.

Um diese feingliedrige Abstufung umzusetzen, fiel die Wahl auf den Linoleumbelag Tarkett Veneto Silencio xf².

Die warmen, erdigen Töne stellen einen direkten Bezug zum Sichtbeton und den gelben Kalksandsteinwänden her und verleihen den hochfrequentierten Lernzonen eine ruhige, haptische Atmosphäre.

Akustik, Erstpflegefreiheit und Unterhaltsökonomie

Hochschulbauten verlangen Bodenbelägen mechanische Belastbarkeit, Akustiksteuerung und Lebenszyklus-Effizienz ab. Der Einsatz von Veneto Silencio xf² bedient diese Anforderungsprofile ohne Kompromisse:

  • Akustik- und Trittschalloptimierung: Durch die integrierte Schaumrückenseite reduziert der Belag den Trittschall signifikant (19 dB). Dies ist in einem vielgeschossigen, halloffenen Atrium mit Sichtbetonoberflächen essenziell für die Hörsamkeit in den angrenzenden Lernbereichen.

  • Oberflächenschutz xf² (Erstpflegefreiheit): Die werksseitige xf²-Oberflächenversiegelung macht eine Einpflege oder Beschichtung nach der Verlegung sowie in den ersten Betriebsjahren überflüssig. Das reduziert den Reinigungs- und Chemikalienaufwand im laufenden Gebäudebetrieb spürbar.

  • Langlebigkeit & Beanspruchung: Ausgelegt auf Nutzungsklasse 33 (nach EN ISO 10874 / DIN EN 685) widersteht der Belag hohen Punktbelastungen und Dauermöblierung.

  • Nachhaltigkeit & Zirkularität: Linoleum von Tarkett besteht überwiegend aus natürlichen, nachwachsenden Rohstoffen (Leinöl, Harz, Holzmehl, Jute) und fügt sich nahtlos in kreislauforientierte Planungsansätze ein. Über das Tarkett ReStart Programm können die Bodenbeläge nach Gebrauch zurückgegeben und in den Materialkreislauf zurückgeführt werden

Fazit

Die Kombination aus präziser Farbabstimmung, hoher Trittschallreduktion und effizienter Unterhaltslogistik erfüllt sämtliche Nutzungs- und Entwurfsanforderungen. Der Belag unterstreicht den rohen Charakter der Industriearchitektur und gewährleistet die nötige Strapazierfähigkeit im alltäglichen Hochschulbetrieb.

Foto Credits: @Luca Zanier Photography

Empfohlene Kollektion

Infos zum Referenzobjekt

Im Neubau des Departements Gesundheit der ZHAW in Winterthur verwandeln pool Architekten das imposante Atrium in ein vertikales Begegnungszentrum.

Designer/Architekt

pool Architekten

Auftragnehmer

Siska Immobilien

Segment

Produkt-Gruppe